
(Lähden) Es”vibriert” in Lähden: In der gesamten Region blicken alle auf die FEI Europameisterschaften Vierspänner und die FEI Weltmeisterschaften Para-Driving vom 4. – 7. September. Kein Wunder: Hotels sind ausgebucht, zahllose Fahrsportfans machen sich auf den Weg ins Emsland und werden vom 4. – 7. September für Hochbetrieb in der Region sorgen. Auf dem Championatsgelände der PSG Lähden rund um den Top-Fahrer Christoph Sandmann wird seit Tagen und Wochen alles vorbereitet. Die Championate in der emsländischen Gemeinde steuern 42 Teilnehmer/innen aus 13 Nationen für die EM Vierspänner und 18 (Grade I), sowie 10 (Grade 2) Fahrer/innen aus buchstäblich der ganzen Welt für die Weltmeisterschaften Para-Driving an. Darunter allein vier Fahrer/innen aus Niedersachsen.
Auf das Großereignis freut sich vor auch die Fahrsportszene. “Es ist einfach ein Unterschied, ob man zu anderen Veranstaltungen und Championaten fährt oder nach Lähden, wo wirklich alles nochmal besonders liebevoll gemacht wird, auch dekoriert wird”, sagt Anna Mareike Meier (Negenbötel). Und Kaderkollege Georg von Stein aus dem hessischen Modautal ergänzt: “Der Verein ist gewaltig – da wird jedes Jahr beim CAI noch was draufgesetzt. Ich bin seit 2007 immer wieder dabei und sehe, wie die gesamte Fahrsportanlage immer wieder weiter aufgewertet wurde. In Lähden ist man der Zeit auch immer wieder ein Stück voraus.” Trotz aller Professionalität in der Organisation ist die familäre Atmosphäre aber erhalten geblieben. Die “Handschrift” sei erkennbar – das von Fahrern wie Christoph Sandmann durchdachte Konzept.
Hochmotiviert: das deutsche Aufgebot
Seit den Europameisterschaften 2019 in Donaueschingen ist Deutschland mit der EM und WM erstmals wieder Gastgeber eines internationalen Fahrsport-Championats. Die Vergabe von EM und WM durch die FEI an die PSG Lähden im November 2023 löste einhellig Beifall in der Szene aus.
Die Erwartungen sind hoch: Für die deutschen Para-Fahrer/innen geht es um nichts weniger als die Titelverteidigung. 2023 in Exloo gewann Alexandra Röder (Swisttal) Gold mit dem Team und in der Einzelwertung, war zuvor bereits Weltmeisterin und ist mehrmalige Deutsche Meisterin. Inzwischen hat die Top-Athletin geheiratet und heißt nun Sievers mit Nachnamen. Das deutsche Team mit Sievers (Röder), WM-Routinier Heiner Lehrter (Mettingen) und Patricia Großerichter (Steinfeld), die WM-Einzelsilber im Grade I gewann, holte vor den USA und Großbritannien Team-Gold. Patricia Großerichter aus dem niedersächsischen Steinfeld zählt auch 2025 zum WM-Aufgebot.
Großes deutsches Aufgebot
Ein Jahr vor den Weltmeisterschaften in Aachen gilt auch den Vierspännern größte Aufmerksamkeit: neun Fahrer/innen hat die AG Spitzensport des Disziplin-Ausschusses im DOKR für die EM in Lähden benannt: Michael Brauchle (Aalen), Anna Mareike Meier (Negernbötel), Anna Sandmann (Lähden), Christoph Sandmann (Lähden), Georg von Stein (Modautal), Rene Poensgen (Eschweiler), Rainer Duen (Brunsbüttel), Sven Kneifel (Wunstorf) und erstmals Mario Schildt (Behren-Lübchin). Mit Großerichter, der Deutschen Meisterin Anna Sandmann und Vize. Meister Christoph Sandmann aus Lähden sind vier niedersächsische Top-Athleten an den Leinen bei EM und WM dabei. Ergänzt wird das EM- und WM-Programm mit jeweils drei Teilprüfungen durch ein CAIO4* für Einspänner mit acht teilnehmenden Nationen von Canada bis Schweden.
Mit dem Nationenabend in Lähden, am Mittwoch 3. September ab 18 Uhr, werden die EM und WM in Lähden eröffnet, am Donnerstag beginnt der Sport, der bis zum Sonntag Dressur, Marathon und Hindernisfahren umfasst. Gute Nachrichten für Fahrsportfans: am Donnerstag und Freitag ist der Zutritt zum Gelände kostenlos, am Samstag und Sonntag kosten Karten 10 Euro pro Person und Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Karten sind nur vor Ort an Tageskassen erhältlich, in der Zahl jedoch nicht beschränkt.
