68. Riedlinger Fohlenauktion: Regen und spannende Bieterduelle

Preisspitze Elias E v. Esperanto – Livigno, Züchter: Georg Johannes Ederle Foto: Hubert Fischer
Preisspitze Elias E v. Esperanto – Livigno, Züchter: Georg Johannes Ederle Foto: Hubert Fischer

Regnerisches Wetter und lebhafte Bieterduelle kennzeichneten den 68. Riedlinger  Fohlenmarkt 2025. Trotz der etwas durchwachsenen Wetterprognose kamen die Zuschauer in Scharen an das  Ufer der Donau und umsäumten den Riedlinger Festplatz. Darüber hinaus waren viele Kunden aus dem  gesamten Bundesgebiet, aus der Schweiz und aus Österreich angereist. Die rund 700 Sitzplatzkarten waren  allesamt vergriffen. Kurzfristig waren noch zwei zusätzliche Zelte aufgebaut worden, so dass die allermeisten  Zuschauer im trockenen saßen und somit bestens gelaunt die Präsentation der qualitätvollen Kollektion  verfolgen konnten.  

Zum Auftakt der Auktion wurde eine vom Deutschen EM-Team handsignierte Satteldecke, die Europameister  Richard Vogel höchstpersönlich präsentierte, sowie der Minishetland Wallach Bibolino, versteigert. Der Erlös  von 1.750 Euro (Satteldecke) bzw. 3.500 Euro (Pony) gehen an den Verein „Pferde für unsere Kinder“. Die Idee  für diese tolle Initiative kam vom Vorsitzenden des Pferdezuchtvereins Riedlingen, Udo Traub, der in diesem  Jahr das 75jährige Jubiläum seines Zuchtvereins feiern konnte.  

Die Auktion der Fohlen hatte eine lebhaften Verlauf und ein bestens aufgelegter Auktionator Hendrik Schulze  Rückamp konnte viele Gebote live vor Ort und online entgegen nehmen. Gerade die seit der Corona Pandemie  bestehende Möglichkeit des online Bietens wurde in diesem Jahr sehr rege genutzt und so konnten am Ende elf  Fohlen an Neukunden über das Hybridsystem verkauft werden. Die Preisspitze „Elias E“ sicherte sich allerdings  ein bestens bekannter Kunde aus Portugal per Telefon für 32.000 Euro. Der imposant auftrabende  Hengstanwärter vom Birkhof Beschäler Esperanto stammt aus der Zucht von Georg Ederle, der aus seinem  Stutenstamm schon viele Spitzenpferde gezüchtet hat. Der Investor aus Portugal sicherte sich für 20.000 Euro  zudem auch noch das zweitteuerste Fohlen, den bewegungsopulenten Hengst „Supertramp“ von  Security/Bequia aus der Zucht von Johannes Gaab. Teuerste Springofferte war der beeindruckende Rappe „Dark  Chocolate“ von Diaron/Cornado I aus der Zucht von Uwe Eberhardt. Ein Springsportmäzen von der schwäbischen  Alb erhielt den Zuschlag bei 19.000 Euro. Ein renommierter Hengstaufzüchter aus Niedersachsen sicherte sich  für 18.500 Euro den So Perfect/Grey Flanell Sohn „Soulmen“. Springsportfans aus Baden-Württemberg  investierten 18.000 Euro in „Extra Power“ von Ermitage Kalone/Clinton. Unter den Käufern waren zahlreiche  Neukunden, aber auch treue Riedlinger „Stammgäste“, auf die sich die Züchter alljährlich verlassen können.  Allen voran seien hier das Haupt- und Landgestüt Marbach, das Gestüt Birkhof, das Gestüt Greim, Vogel Will  Equestrian und der Ausbildungsstall Sieger genannt.  

Insgesamt 15 Fohlen kosteten mehr als 10.000 Euro. Der Durchschnittspreis für die Deutschen Sportpferde lag  mit 9.655 Euro noch einmal höher als im Vorjahr, wo er bereits einen neuen Rekord markierte. Auch die fünf  Reitponyfohlen, die allesamt verkauft werden konnten, setzten mit einem Durchschnittspreis von 6.450 Euro  eine neue Bestmarke! Der Gesamtumsatz lag mit 515.000 Euro auf Vorjahresniveau, die Verkaufsquote mit 85%  im hervorragenden Bereich. Auktionsleiter Norbert Freistedt war dementsprechend zufrieden: „Mit einer  großen Teamleistung ist es uns erneut gelungen, die lange Tradition der Riedlinger Auktion auch in wirtschaftlich  schwierigen Zeiten erfolgreich fortzuführen. Mein Dank gilt allen Ausstellern und Kunden für das große  Vertrauen!“

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen
Consent Management Platform von Real Cookie Banner