Weltcupsieger gewinnt Grand Prix Range Rover – Rollentausch für eine Challenge

(Deauville) Schnelle Stechen liegen ihm – Weltcupsieger Julien Epaillard (FRA) hat beim Deauville Classic den mit 28.900 Euro dotierten Großen Preis am Samstag gewonnen. Dafür genügten dem Bronzemedaillengewinner (Team) der Olympischen Spiele 34,28 Sekunden. So schnell waren der elf Jahre alte Easy Up de Grandry im fehlerfreien Stechen. Intern auch als „French rocket“ bezeichnet – wobei das vermutlich für Reiter und Pferd gilt…

Breites Grinsen – GP Sieg für Julien Epaillard und Easy Up de Grandry. (Foto: Grand Prix Events/ Sara Bedu)

Das war denn doch noch zwei Wimpernschläge schneller, als der zweitplatzierte Jerome Guery (BEL) mit Qartouche de la Pomme d`Or, übrigens ein Nachkomme des einstigen Weltmeisters Vigo d`Arsouilles (34,62). Auf dem dritten Rang dann Brasiliens Marlon Modolo Zanotelli mit der Selle Francais-Stute Gloria Massuere (34,94). Beste Deutsche in diesem Springen (1,50m) war Kendra Claricia Brinkop in Deauville mit  Naf Naf DMC auf Platz 12. Die acht Strafpunkte im Stechen dürften die Reiterin allerdings nicht so zufrieden stimmen. Nicola Pohl und Daniel Deusser verpassten das Stechen im Umlauf.

Grand Prix Range Rover für den Weltcupsieger und Easy Up. (Foto: Grand Prix Sport/ Sara Bedu)

Die sprichwörtliche Schnelligkeit macht Epaillard eigentlich zur Idealbesetzung für die Longines Equestrian Challenge Normandie, aber – mit 48 Jahren probiert man vielleicht nicht mehr alles aus. Die Challenge ist eine unterhaltsame Sache und verbunden mit einem Rollentausch. Jockeys reiten Springpferde, Springreiter treten als Rennreiter an. Das erklärt sich aus der großen Bedeutung des Galoppsports in Frankreich generell und in Deauville insbesondere. Die Bahn in Deauville-La Touques ist 160 Jahre alt, eine weitere in Deauville-Clairefontaine unterstreicht noch die Bedeutung, die Rennsport in der Normandie hat.

Kultobjekt – die Rennbahn in Deauville-La Touques. (Foto: france-galop)

Kurzerhand verwandelte sich der große Sandplatz  des CSI4* Longines Deauville Classic in eine Kombi aus Parcours und Rennbahn, Teambuilding inklusive. Für so einen Spaß ließen sich in diesem Jahr internationale Jockey-Größen wie Christophe Soumillion, Theo Bachelot oder Jemes Reveley gar nicht lange bitten, sondern legte gemeinsam mit Springreitern wie Julien Anquetin oder Olivier Philippaerts oder Victor Bettendorf beherzt los. Freundlich: die Springreiter saßen dabei auf etwas, was deutlich mehr nach Polo-Pony, als englischem Vollblut aussah, den Jockeys lieh man routinierte Springer, die völlig problemlos das E-Springen bewältigen konnte. Sicher ist: Rennreiter können weitaus mehr, als im Kreis schnell reiten und Springreiter lieben Geschwindigkeit. Soll sich ja manchmal auch in der Art des Autofahrens zeigen. Gewonnen haben übrigens Rosario Mangione (Jockey) und die 26-jährige Französin Camille Conde Ferreira. Zwei Top-Runden und das nicht nur wegen des “Gewichtsvorteils”….

Treffpunkt Deauville Classic. (Foto: Grand Prix Events/ Sara Bedu)

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