In Dublin der hochdotierte Nationenpreis, in London die Global Champions Tour. Und während in Dublin acht hochkarätig besetzte Teams, inklusive des Europameisters Richard Vogel an den Start gingen, vollzog sich in London etwas, was Team genannt wird, aber eben nur zwei Reiter und Pferde umfasst. Die Gobal Champions League. Die haben die Shanghai Swans in London gewonnen und sind damit sehr dicht an die zwei führenden Teams heran gerückt.

Daniel Deusser und Ben Maher machten es möglich. Der Eine kommt aus Hessen und lebt in Belgien, der andere ist Brite und in London “zuhause”. Deusser setzte zwei Pferde in der Teamwertung ein, ebenso wie Maher. Mit Gangster v/h Noddevelt gelang Deusser ebenso ein fehlerfreier Auftritt wie mit Otello de Guldenboom, Maher lieferte mit Point Break und Ginger-Blue zwei Ritte ab, die mit jeweils vier Strafpunkten endeten. Deusser – sehr zufrieden mit seinen Leistungen – hob auch die Rolle des Olympiasiegers von 2021 hervor: „Natürlich ist es in der heutigen Situation, wo wir als Letzte reingehen, ich als Erster springe und nur noch ein Reiter übrig ist, sehr gut, jemanden wie Ben hinter uns zu haben. Der Druck ist hoch, man muss fehlerfrei springen, oder nicht mehr als vier Punkte, und Point Break und Ben als Letzten zu haben, ist definitiv ein Vorteil.“
Platz zwei – “etwas unerwartet” wie Jana Wargers kommentierte – ging an die Basel Cosmopolitans. Wargers mit Dorette OLD und Like Arpeggio wie auch die Dänin Zascha Nygaard Lill mit Partner in Crime und Chariono PS, schafften jeweils eine fehlerfrei Runde und zum Auftakt 12 Strafpunkte zusammen. Dank der besseren Zeit ergatterten beide Platz zwei vor den Mexiko Amigos mit Petronella Andersson (SWE) und Zoe Conter (BEL).

Die immer noch im Ranking führenden Valkenswaard United mit Marcus Ehning und Gilles Thomas kamen über Platz acht nicht hinaus, die Verfolgerinnen von den Cannes Stars (Sophie Hinners und Katrin Eckermann belegten Platz vier. Das hat Folgen: das Valkenswaard Team führt mit 193 Punkten vor den Cannes Stars (187) und den Shanghai Swans (186).
Was sagt das nun insgesamt? Das die Team-Tour eine sehr gute Gelegenheit ist, um unterschiedliche Pferde auf den Platz zu bringen und Leistung abzufragen, allerdings ist alles mit einem Label versehen. Die Protagonisten kennen einander sowieso alle querbeet durch sämtliche Teams. Wer wissen möchte, wer zu welchem Team gehört und was die Mitglieder verbindet, muss auf der website der GCL nachschauen.
