
Er gehört zu den gewinnreichsten Pferden der Welt und ist auch in Deutschland bestens bekannt: Der mehrfache Gruppe I-Sieger Rebel’s Romance startet am Sonntag (10. August) auf der Galopprennbahn Berlin-Hoppegarten im Westminister 135. Grosser Preis von Berlin – eine mit 155.00 Euro dotierte Gruppe I-Prüfung über die klassische Derbydistanz von 2.400m.
Bei 27 Starts hat der inzwischen siebenjährige Wallach bereits 18-mal gewonnen und dabei rund zwölf Millionen Euro Preisgeld für Godolphin, der Vollblutmarke des Dubai-Herrscher Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum, verdient. Zuletzt siegte der von Charlie Appleby im englischen Newmarket trainierte Rebel’s Romance beim berühmten Royal Ascot-Meeting in den Gr.II Hardwicke Stakes. 2022 und 2024 gewann er in Köln den Preis von Europa (Gr.I), um jeweils anschließend den millionenschweren Breeder’s Cup Turf (Gr.I) zu gewinnen.
Rebel’s Romance ist jedoch nicht das alleinige internationale Topstar, der den Berliner Grand Prix schmückt. Der französische Meistertrainer André Fabre schickt den sechsjährigen Wallach Junko ins Rennen, der die Traditionsrennfarben der Gebrüder Wertheimer trägt. Er gewann im November 2023 den Allianz Großen Preis von Bayern (Gr.I) und bestätigte diesen Erfolg mit dem Sieg in der Longines Hong Kong Vase (Gr.I). Zuletzt war Junko Dritter im Grand Prix de Saint-Cloud (Gr.I).
Deutsches Quartett vor schwieriger Aufgabe
Die vier in Deutschland trainierte Kandidaten werden es gegen diese internationale Konkurrenz schwer haben. Der von Marian Falk Weißmeier trainierte fünfjährige Straight hat im vergangenen Jahr in Köln zwar Rebel’s Romance als Zweiter auf Herz und Nieren getestet, doch seitdem mehrfach enttäuscht – so auch Anfang Juli im Großen Hansa Preis in Hamburg (Gr.II). Er wurde Fünfter hinter und blieb hinter drei Pferden, die er am Sonntag wiedertrifft: Narrativo, Cold Heart und Nastaria.
Der von Marcel Weiß trainierte Narrativo war im Vorjahr Zweiter im Grossen Preis von Berlin und kündigte sich durch einen zweiten Platz in Hamburg wieder an. Der fünfjährige brasilianische Derbysieger Cold Heart steht seit diesem Jahr bei Peter Schiergen in Köln und bewies eine Formsteigerung als Dritter im Hansa-Preis.
Ein Ausbund an Konstanz ist außerdem die sechsjährige Stute Nastaria von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Seit 2021 hat sie bereits neun Rennen gewonnen, meist über längere Distanzen als die klassischen 2.400m. Laut Rechnung steht sie aber deutlich unter den übrigen Teilnehmern.
Der Berliner Grand Prix wurde erstmals 1888 auf der Hauptstadt-Rennbahn ausgetragen, wechselte dann nach dem Zweiten Weltkrieg nach Düsseldorf, ist aber seit 2011 wieder an seinem angestammten Ort.
