Le Mans meldet “fertig” in Sachen Europameisterschaften. Selten zuvor sind an ein und demselben Veranstaltungsort so viele Championate für den pferdesportlichen Nachwuchs ausgetragen worden: Dressur Springen – Vielseitigkeit für Ponys, Children und – z.T. – Junioren. Ziemlich fröhlich, spannend und freundlich gerieten diese Championate und so ganz nebenbei stärkt das auch den Zusammenhalt und das Bewusstsein dafür, dass man sich in einer Individualsportart gegenseitig problemlos unterstützen kann.

Am Sonntag wurden die letzten Medaillen vergeben. In einem spannenden Auf und Ab – oder besser Ab und Auf – haben sich die deutschen U16-Vielseitigkeitsreiter bei der Pony-EM die Bronzemedaille in der Teamwertung erkämpft. Maßgeblich daran beteiligt war die Deutsche Meisterin Milla Staade mit Charleen San, die zusätzlich mit Einzelsilber belohnt wurde. „Ich bin wirklich glücklich über die zwei Medaillen. Unsere Reiter haben hier in der Dressur super abgeliefert, das war eine echte Hausnummer. Im Gelände waren die Gesichter bei mir und meiner Co-Trainerin Anna Siemer nach den ersten drei Teamreitern aber natürlich etwas lang. Aber man muss in einem Mannschaftswettkampf einfach lernen zu warten, bis der Letzte im Ziel ist. Und Milla hat uns wieder so weit nach vorne gebracht, dass wir wieder eine Chance auf eine Medaille hatten. Und die haben unsere Reiter genutzt, haben sich nicht unterkriegen lassen. Überhaupt hatten wir hier ein tolles Team und gute Stimmung. Und auch die Einzelreiter haben sich hier sehr gut geschlagen – ich bin daher wirklich sehr zufrieden“, sagte Bundestrainer Rüdiger Rau. Für ihn haben zwei Medaillen Folgen – die Haare werden grün gefärbt…

Den Abschluss machte in Le Mans das Einzelfinale der Ponyspringreiter. Als beste Deutsche beendete Hannah Blandfort mit Capaya Z die EM auf Platz 13. Insgesamt 26 Paare konnten sich für das in zwei Umläufen ausgetragene Einzelfinale am Sonntag empfehlen, darunter auch die beiden deutschen Reiter Hannah Blandfort (Linnich) mit Capaya Z und Malte Merschformann (Laer) mit Del Toro K. Dabei nahmen beide jeweils 12 Strafpunkte aus der Mannschaftswertung mit. Malte verzichtete nach 12 Strafpunkten im ersten Umlauf auf eine Fortsetzung. Hannah Blandfort, in diesem Jahr Dritte beim Preis der Besten in Warendorf, setzte hingegen ihre „Vierer“-Serie zunächst fort. Im zweiten Umlauf kamen jedoch neben drei Springfehlern auch drei Zeitstrafpunkte hinzu.
