Zum wiederholten Mal hat ein britisches Springreiterteam die Goldmedaille bei Pony-Europameisterschaften gewonnen. Bei den EM 2025 im französischen Le Mans setzten sich die Titelverteidiger gegen fast ebenso starke Iren durch. Bronze ging an Belgien. Das deutsche Team, das im vergangenen Jahr noch Silber zwischen Großbritannien und Irland gewinnen konnte, spielte in diesem Jahr bei der Medaillenvergabe allerdings keine Rolle und wurde Siebter. Hanna Blandfort mit Capaya Z und Malte Merschformann mit Del Toro K konnten sich jedoch den Einzug ins Einzelfinale am Sonntag sichern.

Das Team von Bundestrainer Peter Teeuwen setzte sich wie schon im Vorjahr aus Hannah Blandfort (Linnich), Malte Merschformann (Laer) und Lena-Marie Kraus (München) zusammen und wurde in Le Mans verstärkt durch Viktoria Hilger (Sickte) mit Jango, Siegerin der Horst-Gebers-Ponytour 2024, und die EM-erfahrene Brianne Beerbaum aus Thedinghausen. Wie bei den „Großen“ tragen auch die Ponyspringreiter die EM-Mannschaftswertung über drei Runden aus: ein Fehler-Zeit-Springen sowie ein zweites Springen mit zwei Umläufen im Nationenpreismodus. Gleich am ersten Tag fehlte es den beiden Neuen am notwenigen Quäntchen Glück. Â
Als beständigstes Paar in beiden Runden erwiesen sich Hanna Blandfort und Capaya Z. Zwar unterlief auch ihnen in jeder Runde jeweils ein Flüchtigkeitsfehler, mit insgesamt zwölf Strafpunkten konnten sie sich jedoch einen Startplatz im Finale sichern. Malte Merschformann verschaffte sich mit Del Toro K und einer Nullrunde im ersten Springen die beste Ausgangsbasis der deutschen Reiter. Anders als im Vorjahr, als er mit Jumper und Doppel-Null zum Silbererfolg des Teams beitrug, sammelten sich für ihn in Le Mans aber Strafpunkte in den beiden Umläufen des Nationenpreises an. Damit nimmt auch er zwölf Strafpunkte ins Finale mit.
„Leider haben wir hier nicht zu der Form hineingefunden, wie sie sich im Vorfeld gezeigt hat. Das war schon sehr gut und wir waren durchaus optimistisch, hier wieder eine Medaille gewinnen zu können. Der Parcoursaufbau war zwar technisch anspruchsvoll und die Platzverhältnisse bedingen eine schnelle Abfolge von Hindernissen, aber es war alles machbar. Der Auftakt war dann etwas unglücklich, das war so nicht zu erwarten. Ich finde es aber gut, wie sich unsere Reiter zusammengerissen haben. Sie haben alle bis zum Ende gekämpft und gezeigt, dass sie hierhergehören,“ zog Bundestrainer Peter Teeuwen sein Fazit. Zuvor hatten die deutschen Teams bei der EM Dressur sowohl mit den Junioren, als auch mit den Ponys Gold geholt. fn-press/Hb
