Er ist erst drei Monate alt und schon eine “Preispitze”. Das Hengstfohlen True Fino von True Hope PS war den neuen US-amerikanischen Besitzern bei der DSP-Elitefohlenauktion in Darmstadt-Kranichstein 105.000 Euro wert. Bei dieser Summe erfolgte der Zuschlag von Auktionator Hendrik Schulze-Rückamp für das am 22. April geborene Hengstfohlen aus der Zucht von Eva Böhm. Damit endete die Elite-Fohlenauktion mit einem “Paukenschlag”, denn sechsstellige Summen für Auktionsfohlen gehören generell nicht zur “Tagesordnung” im weltweiten Auktionsgeschäft.

True Fino aus der Tanzmarie entspringt mütterlicherseits einer Ahnengalerie, die durch True Finos Großvater Asti Spumante und Urgroßvater Argentinus durchaus springpferdelastig ist. Mit dem im bayerischen Landgestüt Schwaiganger stationierten Oldenburger Hengst Asti Spumante sprang Thomas Mühlbauer von Erfolg zu Erfolg, u.a. Mannschaftsbronze bei der EM. Im Februar verstarb der Hengst fast dreißigjährig. Tanzmaries Vater Quadrofino vom Neustädter Elitehengst und Spitzenvererber Quaterback liefert die ausgeprägte Dressurgenetik. Mit dem Vater True Hope PS vom Olympiahengst Total Hope und dem Urgroßvater Fürstenball kommt nochmals international bekannte Dressurgenetik hinzu. Dahinter stehen Hengste wie Gribaldi, Don Schufro, Sir Donnerhall und Quaterman. Nach einem “Fernduell” zwischen Bietern vor Ort in Kranichstein und den US-Interessenten fiel der Zuschlag bei 105.000 Euro für die USA.
Sagenhafte Preisspitze – gutes Lot – solider Durchschnittspreis
Insgesamt 68 Stut- und Hengstfohlen wurden im Rahmen der DSP-Championate verauktioniert und erzielten einen Umsatz von 769.250 Euro. Hinzu kamen vier Reitponyfohlen, die für insgesamt 19.250 Euro veräußert wurden. Der Durchschnittspreis von 11.313 Euro für die DSP-Fohlen zeigt indes, dass die Elitefohlenauktion konstant hohes Interesse erzeugte, die “Bäume” aber auch beim DSP nicht ”in den Himmel wachsen”. 18 Fohlen des Spring- und Dressurfohlenlots konnten für fünfstellige Preise veräußert werden. Mit 37.000 Euro war das Hengstfohlen Vesuv von Vjento-Dantano aus dem Hannoveraner Stutenstamm der Abisunda (Züchter: Rupert Wiedemann) das zweitteuerste Fohlen der gesamten Auktion. 19.000 Euro mussten die Käufer des teuersten springbetont gezogenen Fohlens investieren: die wurden für das Stutfohlen Rihanna von Rahotep de Toscane-Casino Berlin fällig. Züchter der Stute ist Stefan Leue. Kein anderer Zuchtverband bietet so viele, über ganz Deutschland verteilte Hybrid-Fohlenauktionen an und erzielt damit Vermarktungserfolge, Vertrauensaufbau und sehr stabile Kundenkontakte – zuletzt in Winterlingen kletterte der Durchschnittspreis über 10.000 Euro. Zuvor wurden Durchschnittspreise von konstant über 7000, bzw. über 8000 Euro erreicht. Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 2. August wird zur Hybrid-Fohlenauktion “Überflieger” beim Fest der Pferde auf den Immenhöfen Donaueschingen gebeten, am 16. August folgt die Hybrid-Fohlenauktion Derby-Future Stars in Sauerlach. Insgesamt fünf Auktionstermine folgen noch bis zum 3. Oktober unter dem Dach des DSP.

