“Das ist für uns Deutsche immer sehr speziell hier auf diesem Platz hier in dieser Arena, wir sind immer in Hickstead dabei, ich bin wirklich sehr glücklich und stolz auf mein Team”, plauderte Bundestrainer Otto Becker aufgekratzt. Minuten zuvor hatte die deutsche Mannschaft den 5-Sterne-Nationenpreis beim CSIO5* in Hickstead gewonnen. Die Mixtur folgte einem “alten” Rezept: Man nehme zwei ganz erfahrene Nationenpreisreiter wie Marcus Ehning und Marco Kutscher und zwei vergleichsweise “neue” Kandidaten wie Rene Dittmer und Stefan Engbers und gewinne dann….

Für Kutschers Holsteiner Catelly war es tatsächlich der allererste Nationenpreis. Der 13 Jahre alte Wallach von Catalido hat das Licht der Welt im Stall von Züchter Wulf-Hinrich Hamann in Ammersbek erblickt und gehört sowohl dem Züchter, als auch dem Stall Tjeert Rijkens in Elmshorn. Kutscher und Catelly lieferten zwei fehlerfreie Runden bei dieser Premiere ab, genauso wie Rene Dittmer und die Holsteiner Stute Corsica X aus der Zucht von Erich Westphal. Marcus Ehnings Priam du Roset lieferte in der ersten Runde acht Strafpunkte, Stefan Engbers kassierte mit Baju NRW jeweils einen Abwurf. Es sei eng gewesen mit den Briten und den Iren dicht auf den Fersen, räumte Teamchef Becker ein.
“Ich bin hier seit elf oder zwölf Jahren nicht mehr gewesen, es ist wirklich schön wieder herzukommen und dann noch mit meinen Teamkollegen zu gewinnen”, resümierte ein sichtlich zufriedener Marco Kutscher. Kurzfristig war die Entscheidung gefallen, den unerfahrenen Catelly anstelle von Aventador S im Nationenpreis zu reiten, nachdem Kutscher mit dem Fuchs am Donnerstag gestürzt war. “Ich habe Catelly noch nie zuvor über einen offenen Wassergraben geritten und war gespannt wie er das machen würde und bin nun sehr glücklich über einen doppelte Null-Runde.” Rene Dittmer, der 2024 erstmals in Hickstead antrat war einfach rundum zufrieden mit seinen zwei fehlerfreien Runden. “Ich mag große Grasplätze wirklich gern und ich liebe große, traditionsreiche Turniere. Und mein Pferd springt auf guten Grasböden immer gut.
Die britischen Titelverteidiger sammelten deutlich mehr Strafpunkte ein, als das Siegerteam. Zwölf waren es nach den Streichergebnissen und die bescherten beim Heimspiel den zweiten Platz vor Belgien (17) und Irland (20). Nicht ganz eine Woche nach den Europameisterschaften waren die Teams achtbar besetzt angetreten.
